Wildhof Hensen

Von der Idee bis zum ersten Stück Weiderindfleisch war es ein langer Weg.

Um genau zu sein, hat es fast 6 Jahre gedauert, von der Entscheidung neben hochwertigem Bio-Hirschfleisch auch Bio-Weiderindfleisch aus Weideschlachtung anzubieten.

Warum soll eine schonende Schlachtung mit dem Weideschuss, wie es bei Farmwild und bei der Ansitzjagd üblich ist, nicht auch für Rinder möglich sein?

Der Verzicht auf Lebendtransporte und Schlachthofszenen hat neben dem Tierwohl auch einen starken Einfluss auf die Fleischqualität. Durch die fehlenden Stresshormone bleibt das Fleisch fein und zart.

Wir hatten Glück und fanden direkt neben unserem Hof zusätzliche Flächen. So zogen im Jahr 2016 sechs Glanrind Färsen aus der Zucht der Familie Müller vom #Mühlenhof bei uns ein.

Im Jahr 2017 zog unser Zuchtbulle Fritz bei uns ein und so stand der Herdbuchzucht nichts mehr im Wege. Glanrinder sind eine alte deutsche Rasse und bestmöglich an das Klima auf dem Hunsrück angepasst. Ihr Fleisch ist mit dem der Limousin vergleichbar.

Im Jahr 2018 erweiterten wir den Bestand der zukünftigen Mutterkühe um weitere 7 Färsen.

Fritzi war fleißig und so konnten wir bereits im Sommer 2018 unsere ersten selbst gezüchteten Glanrindkälber willkommen heißen.

Zwischen 2 und 2,5 Jahre wachsen die Weiderinder bei uns auf und werden ausschließlich mit Gras und Heu gefüttert.

Bis zur ersten Schlachtung mit dem Weideschuss galt es zahlreiche Genehmigungen einzuholen und Umbauarbeiten am hofeigenen Schlachthof durchzuführen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen!

Um diese Möglichkeiten auch für andere Landwirte nutzbar zu machen, haben wir neben der Weidefleisch Erzeuger Gemeinschaft den mobilen Schlachttruck #meadock entwickelt.

Die mobile Weideschlachtung bietet den Verzicht auf Lebendtransporte und die Möglichkeit der Direktvermarktung für alle Landwirte. Das schafft mehr regionale Einkaufsmöglichkeiten für qualitativ hochwertiges Fleisch aus artgerechter Weidehaltung!